Ziele der Initiative
- Aus Wertschätzung muss Wertschöpfung werden!
Die Blumenwiesen-Landschaft am Fuß und auf der Schwäbischen Alb ist einzigartig. Ihre Wiesen sind äußerst artenreich und vielfältig.So hat z.B. der Landkreis Reutlingen mit einem Anteil von rund 40 % artenreicher Wiesen (in einigen Gemeinden sogar über 80 %!) landes- und bundesweit eine Spitzenstellung.
Die Vielfalt dieser artenreichen Wiesen geht auf Jahrzehnte lange Bewirtschaftungstraditionen zurück.
Die Wiesen haben unter anderem eine Funktion als Lebensräume von Pflanzen und Tieren, zum Schutz des Grundwassers sowie für Tourismus und Heimat-Identität.
Doch von der Schönheit der Wiesen und den vielfältigen Funktionen für die Allgemeinheit allein – von der Wertschätzung – können die Landwirte nicht leben. Die Viehhaltung und der Heuverkauf lohnen auf den mageren Böden der Alb kaum. Durch die Initiative Blumenwiesen-Alb sollen Wege gefund en werden, um der besonderen Qualität und Schönheit der Wiesen zu einem besseren Einkommen und damit zu einer verbesserten Wertschöpfung zu verhelfen.
Die Initiative Blumenwiesen-Alb baut auf gemeinsamen Aktivitäten des Kreis-bauernverbandes, des Naturschutzbundes NABU und des Schwäbischen Albvereins auf. Nach der Durchführung von Wiesenmeisterschaften in den Jahren 2005 und 2007 fand im Jahr 2008 ein Fotowettbewerb statt und es wurde die erste Blumenwiesenkönigin Deutschlands feierlich in ihr Amt eingeführt.
Übergeordnetes Ziel ist die Erhaltung und Förderung der Qualität und Schönheit der Wiesen und Weiden am Fuß und auf der Schwäbischen Alb im Sinne einer umfassenden Nachhaltigkeit.
Dazu möchten wir im Einzelnen
- die Erhaltung und Förderung vielfältiger und artenreicher Blumenwiesen und ‑weiden vorantreiben und besonders die Landwirte unterstützen, die Blumenwiesen hochwertig erhalten;
- Öffentlichkeitsarbeit für die „Blumenwiesen-Alb“ betreiben und so ein positives Image für die naturschonende Landwirtschaft und die Region schaffen;
- ein Netzwerk zwischen den beteiligten Akteuren aus Landwirtschaft, Naturschutz, Tourismus sowie Verbänden und Gemeinden schaffen und mit Leben füllen;
- Engagement für eine insgesamt lebendige und vielfältige Natur- und Kulturlandschaft befördern, Gefährdungen verhindern und aufhalten und positive Entwicklungen für die Vielfalt initiieren und unterstützen;
- die Umsetzung dieser Ziele durch eine breite Einbindung und breite Beteiligung von Akteuren vor Ort und die Akquisition von hierfür erforderlichen Mitteln betreiben.
Denn: Nur wenn aus Wertschätzung auch Wertschöpfung wird, bleibt die lebendige Artenvielfalt der Schwäbischen Alb erhalten.